Die Dosis macht das Gift

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Die Dosis macht das Gift

Paracelsusein bedeutender Arzt und Naturforscher, der in Einsiedeln in der heutigen Schweiz geboren wurde und der von 1493-1541 lebte, sagte mal:

„Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift – allein die Dosis macht, das ein Ding‘ kein Gift ist.“

Wenn man dich bitten würde, auf einmal 32 Stück Würfelzucker zu essen – du würdest irritiert ablehnen. Zu süss, zu ungesund, und dick macht es sowieso. Aber laut den neuesten Untersuchungen und Statistiken essen Schweizer täglich im Durchschnitt 128g Zucker – das sind eben 32 Stück Würfelzucker. 128g Zucker entsprechen ca 525 Kilokalorien. Die Schweizerische Ernährungsgesellschaft und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen nicht mehr als 10% der täglichen Gesamtenergiemenge als „freien Zucker“ zuzuführen. Für eine erwachsene Person mit vorwiegend sitzender Tätigkeit, z.B. einem Bürojob, sind das maximal 50g Zucker oder umgerechnet etwas mehr als 200 Kilokalorien.

Zuckerkonsum(aus dem Beobachter 07.2014)

Als „freier Zucker“ versteht man Monosaccharid (Glukose und Fructose) und Saccharose (Hasuhaltszucker), die den Lebensmitteln zugesetzt werden, sowie von Natur aus in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten erhaltene Zucker. Die WHO – Richtlinie bezieht sich nicht auf natürlicherweise in frischem Obst und Gemüse sowie Milch enthaltene Zucker, da es für ihre Zufuhr keine Hinweise auf nachteilige Gesundheitswirkung gibt.

Zucker steckt in vielen Produkten, in denen es gar nicht vermutet wird – von Fertigsalatsauce bis hin zu Brot. Daraus resultiert auch das Problem, dass sich der weltweite Zuckerkonsum vervielfacht hat. Natürlich ist es nicht der Zucker allein, sondern die Kombination aus falscher Ernährung und Bewegungsmangel, die zu Übergewicht führt. Davon sind 39 Prozent der Erwachsenen und zwanzig Prozent der Kinder hierzulande betroffen. Doch weniger Zucker in Lebensmitteln würde das globale Problem Übergewicht mindern. Viel Zucker in der Ernährung liefert viele Kalorien, aber keine Vitamine oder Nahrungsfasern.

Vorsicht von Zuckerfallen! Mittlerweile findet man immer mehr Produkte, die nicht nur als „fettfrei“ sondern auch als „zuckerfrei“ deklariert werden. Doch zuckerfrei ist nicht gleich zuckerfrei. Der Begriff Zucker auf der Verpackungen bezieht sich in den meisten Fällen nur auf den uns bekannten wiessen Haushaltszucker… Deswegen schau genau hin! Findest du auf dem Etikett von „zuckerfreien“ Lebensmitteln weitere Zutaten wie Glukose, Dextrose, Fruktose, Maltose, Glukosesirup, modifizierte Stärke, Maisstärke,  Ahornsirup, Agavensirup, Honig, Apfelsaftkonzentrat, Maltodextrin, Inulin oder «Dicksaft» solltest du skeptisch werden, denn diese bestehen grösstenteils aus Zucker, auch wenn er nicht als solcher in der Zutatenliste auftaucht.

Wer heute informiert sein möchte, muss das Kleingedruckte lesen. Und das lohnt sich häufig, denn viele Produzenten geben inzwischen an, wie viel Zucker in 100 Gramm ihrer Produkte steckt. Ansonsten gilt die Faustregel: Je weiter vorn der Zucker in der Zutatenliste steht, umso mehr ist davon im Produkt enthalten.

Übergewicht entsteht, wenn man dem Körper mehr Energie (Kalorien) zuführt, als er verbraucht. Die überschüssigen Kalorien werden dann in Form von Fett gespeichert.
Man sollte deswegen vielseitig, aber nicht zu viel essen. Alle Lebensmitteln sind erlaubt, allein die Menge und das richtige Verhältnis muss man beachten. Zucker liefert jede Menge Energie, die auch nützlich sein kann, wenn man Höchstleistungen vollbringt. Wenn man täglich viel Bewegung hat, hart arbeitet oder trainiert, dann wird dieser Superbenzin in Form von Zucker auch gebraucht. Jedoch, wenn man als ein gemütlicher „Dieselmotor“ unterwegs ist, kann er gar nichts von diesem Superbenzin verwerten – das wird dann als Depotfett gelagert.

Bewegung ist der einzige Weg, Kalorien zu verbrennen!

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